Stradivari

Dendrochronologische Untersuchungen an den Instrumenten von Antonio Stradivari sind besonders interessant wegen der langen und bedeutenden Karriere dieses Meisters. In der Werkstatt Stradivaris, die mit den Söhnen von ca. 1666 bis 1743 aktiv war, wurden eine sehr große Anzahl Instrumente von Geigen, Bratschen, Celli, Gamben, Gitaren, Lauten und Harfen gebaut.

Dafür wurde eine große Menge erstklassiger Tonhölzern verwendet. Auch damals wurden größere Mengen an Material auf einmal gekauft. Der dendrochronologische Vergleich zwischen den von Stradivari verwendeten Hölzern ist deswegen so faszinierend, da man sehr häufig eine sogenannte Stammgleichheit feststellen kann. Zusätzlich bekommt man Einsichten in die Trocknungszeit und den Materialverlust beim Fugen.
Die dendrochronologische Resultate sind ingesamt eine große Hilfe bei der genauen zeitlichen Einordnung des Ouevres Stradivaris und eine wissenschaftliche Unterstützung der Authentizität.

Auf dieser Webseite finden Sie Informationen über meine dendrochronologische Ergebnisse und über die von Stradivari verwendeten Bäume. Die Resultate werden ständig aktualisiert und ergänzt.

Unten finden Sie eine Tabelle mit der Produktion der Stradivari Werkstatt. Die Zahlen basieren sich auf den Angaben von Herbert K. Goodkind.

 

 

  1. Laut Stewart Pollens sind die heutzutage bekannten Streichinstrumente aus der Stradivari Werkstatt annährend die Zahl der produzierten Streichinstrumente. William Hill zählte im Jahre 1902 540 Geigen, 12 Bratschen und 50 Celli. Siehe: Stewart Pollens, Antonio Stradivari, Cambridge University Press, 2010
    Herbert Goodkind listet in 1972 die Produktion mit 620 Geigen, 18 Bratschen und 63 Celli auf. Siehe: Herbert K. Goodkind, Violin Iconography of Antonio Stradivari, Larchmont, NY, 1972, S. 768
  2. Herbert K. Goodkind, Violin Iconography of Antonio Stradivari, Larchmont, NY, 1972, S. 768